Wege der Erinnerung, Gedenkwanderung in Klagenfurt zum Novemberpogrom 1938
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten Synagogen und weitere jüdische Einrichtungen im gesamten Deutschen Reich. Menschen wurden getötet, gedemütigt, verhaftet, misshandelt und vergewaltigt, Geschäfte und Wohnungen demoliert und zerstört. Diesen Taten waren mehrere Gewaltausbrüche sowie eine Verschärfung der antisemitischen Politik im selben Jahr vorausgegangen.
Auch in Klagenfurt und in Villach wurden jüdische Mitbürgerinnen misshandelt, erniedrigt, entrechtet, 2 Tage lang, am 10. und am 11. November 1938. Es war der Auftakt zur versuchten Vernichtung jüdischen Lebens in Europa.
60 Kärntner Jüdinnen und Juden überlebten den NS-Terror nicht. In Klagnfurt und Wolfsberg erinnern Stolpersteine (Stolpersteine sind 10x10cm große Messingplatten auf Betonblöcken, die vor den letzten freiwilligen Wohnadressen späterer Ns-Opfer eingelassen werden).
In Villach erinnert das zentrale Denkmal der Namen an ermordete Juden, In Feldkirchen eine Stele an vertriebene jüdische Mitbürger.
Erinnerung, das ist Alles, was von 800 Jahren jüdischen Lebens in Klagenfurt, in ganz Kärnten; geblieben ist.
Ein befreiender erhellender Spaziergang ins dunkelste Kapitel unserer Geschichte,
zu den Lebensgeschichten und letzten Wohnorten von Menschen, die in Klagenfurt gelebt haben, Juden, Sozialdemokraten, Kärntner Slowenen, Widerstandskämpfern, etc., bis sie zu Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung wurden.
Wir stolpern über die Erinnerung, die uns zu uns selbst kommen lässt. 🌹
Veranstalter: SJG Kärnten
Guide: austria guide Horst Ragusch
Dauer: 90min
Treffpunkt: Gedenkstätte ehem. jüdisches Bethaus, Platzgasse 3.
Ende: Mahnwache am Dr.-Arthur-Lemisch-Platz
Anmeldung: 0650 2424555, info@horstraguschguide.com, Emailadresse der SJg Kärnten folgt!
Titel-Bild 1: Gedenkstätte ehem, jüdisches Bethaus Klagenfurt, Platzgasse 3, von www.derla.at
Bild 2: Die jüdische Klagenfurter Unternehmer-Familie Friedländer, sie verloren Alles, Alle wurden von den Nationalsozialisten vertrieben und flüchteten nach Australien, wo sie heute noch leben.
Bild 3: Otto Zeichner aus der jüdischen Familie Zeichner, konnte noch nach Holland fliehen und wurde mit 21 Jahren am 11. August 1942 in Auschwitz ermordet.
Info: Horst Ragusch, Tel 0650 24 24 555, info@horstraguschguide.com